Acid Fast vs Non Acid Fast Bacteria

Der Unterschied zwischen säurefesten und nicht säurefesten Bakterien liegt im Wesentlichen in ihrer Zellwand. Bakterien werden im Allgemeinen mit unterschiedlichen Färbeverfahren identifiziert und beobachtet. Eine säurefeste Färbung ist eine dieser Methoden, um eine bestimmte Art von Bakterien von anderen zu unterscheiden. Diese Methode wurde erstmals von Franz Ziehl und Friedrich Neelsen entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt konnte Mycobacterium, das Tuberkulose verursacht, nicht gefärbt und unter Verwendung anderer Färbeverfahren wie Grammfärbung beobachtet werden. Neelsen und Ziehl färbten diese Bakterien durch Zugabe von Phenol (Carbolsäure) und basischem Fuchsin (e) zusammen mit saurem Alkohol, so dass der Farbstoff als Carbol-Fuchsin (e) -Lösung oder Ziehl-Neelsen-Färbung bekannt ist.

Säure-schnelles Färbeverfahren

Um das Verständnis der säurefesten und nicht säurefesten Bakterien zu vervollständigen, werden wir zuerst das Färbeverfahren durchlaufen. Die Säurebeständigkeit ist eine Eigenschaft eines Bakteriums, das während des Färbevorgangs gegen Entfärbung durch Säuren oder saure Alkohole resistent ist. Dies wird zunächst von Paul Ehrlich beschrieben. Die folgenden drei Schritte werden während des Färbevorgangs ausgeführt.

1. Aufbringen des Primärfarbstoffs - Carbolfuchsin ist die Primärform, die über einen Bakterienabstrich geflutet wird, der auf einem sauberen Objektträger wärmefixiert ist. Es wird Wärme angewendet, um das Eindringen des Farbstoffs in das Zytoplasma sicherzustellen.

2. Entfärbung - Säure-Alkohol-Behandlung zur Entfernung des Primärfarbstoffs.

3. Gegenfärbung - Methylenblau wird angewendet, um die farblosen Bakterien zu betrachten.

Was sind säurefeste Bakterien?

Bakterien mit Säurebeständigkeit werden als säurefeste Bakterien bezeichnet. Mit anderen Worten, Bakterien, die nach dem Entfärbungsschritt während des säurefesten Färbeverfahrens noch rot gefärbt sind, werden als säurefeste Bakterien bezeichnet. Was macht diese Bakterien säurefest? Wenn wir einen Querschnitt der Zellwand eines säurefesten Bakteriums betrachten, kann dies leicht verstanden werden.

Säurefester Fleck (oder Carbolfuchsin) bindet nur an Bakterien mit einer wachsartigen Zellwand. Diese Zellwand enthält ein hydrophobes wachsartiges Lipid, das als Mykolsäure bekannt ist und 60% der Zellwand einnimmt. Aufgrund der hydrophoben Eigenschaft wird verhindert, dass wasserlösliche Materialien in das Zytoplasma gelangen. Deshalb kann dieses Bakterium nicht mit wasserlöslichen Farbstoffen wie Methylenblau angefärbt werden. Carbolfuchsin besteht aus Phenol und Fuchsin, so dass es bis zum Zytoplasma durchdrungen werden kann.

Während des Entfärbungsschritts des Säurealkohols wird verhindert, dass der Säurealkohol aufgrund des Vorhandenseins von hydrophober Mykolsäure in das Zytoplasma eindringt, so dass Carbolfuchsin nicht aus der Bakterienzelle entfernt werden kann. So bleibt der Primärfarbstoff auch nach dem Entfärbungsschritt im Zytoplasma.

Säurefeste Bakterien umfassen mehrere Gattungen wie Mycobacterium und Nocardia, die für den Menschen pathogen sind und Tuberkulose bzw. Nocardiose verursachen.

Was sind nicht säurefeste Bakterien?

Wenn einem Bakterium die Säurebeständigkeit fehlt, spricht man von nicht säurefesten Bakterien. Nach dem säurefesten Färbeverfahren färben sich diese Bakterien blau. Dies liegt daran, dass nicht saure schnelle Bakterien eine dünne Zellwand haben und Mykolsäure in der Zellwand fehlt. Dies ermöglicht das Eindringen von Carbolfuchsin in das Zytoplasma. Es wird jedoch durch Behandlung mit saurem Alkohol entfernt, wodurch nicht saure, schnelle Bakterienzellen farblos werden. Um säurefeste Bakterien klar zu beobachten und von diesen zu unterscheiden, ist Methylenblau hier nützlich.

Nicht saure schnelle Bakterien können mit Grammfärbung oder einem anderen einfachen Färbeverfahren gefärbt werden. Beispiele für nicht saure schnelle Bakterien sind Escherichia coli, Pseudomonas sp.

Was ist der Unterschied zwischen säurefesten und nicht säurefesten Bakterien?

• Säureechtheit:

• Säurefeste Bakterien zeigen Säurebeständigkeit.

• Nicht säurefesten Bakterien fehlt die Säurebeständigkeit.

• Zellenwand:

• Säurefeste Bakterien enthalten eine dicke Zellwand mit Mykolsäureschicht.

• Nicht säurefesten Bakterien fehlt diese Schicht.

• Gramm Fleck:

• Säurefeste Bakterien lassen sich mit Grammfärbung schwerer färben.

• Nicht säurefeste Bakterien können mit Grammfärbung angefärbt werden.

• Pathogen oder nicht pathogen:

• Die meisten säurefesten Bakterien sind pathogen.

• Nicht säurefeste Bakterien können pathogen oder nicht pathogen sein.

• Bazillen oder Kokken:

• Säurefeste Bakterien sind meist Bazillen.

• Nicht säurefeste Bakterien können Bazillen oder Kokken sein.

Bilder mit freundlicher Genehmigung:


  1. Mycobacterium tuberculosis (rot gefärbt) im Gewebe (blau) über Wikicommons (Public Domain) Histopathologie des Siegelringzellkarzinoms des Magens, PAS-Färbung durch KGH (CC BY-SA 3)